Anmeldungen für das Solawi- Jahr 2021 noch bis Ende Dezember 2020 möglich.

Von unserem Bioland Hof möchten wir Menschen vielfältig und gesund ernähren und haben uns für das Modell der solidarischen Landwirtschaft entschieden.

 

Solidarische Landwirtschaft (Solawi) bedeutet, dass die bei uns auf dem Hof erzeugten saisonalen Lebensmittel der Landwirtschaft nicht über den freien Markt vertrieben werden, sondern die gesamte Ernte der Solawi-Fläche (Gemüse, Kräuter, Obst) und den dazugehörigen Tieren (Eier) einmal die Woche an die Mitglieder verteilt wird!

 

Im Gegenzug bedeutet das, dass die Produktionskosten im Vorfeld ermittelt werden und dann durch einen monatlichen Mitgliedsbeitrag getragen werden. Jegliche Vermarktungskosten fallen dadurch weg.

 

So können wir zusammen ökologische Landbau- und Ernährungskultur gestalten und gemeinsam die Verantwortung für die Lebensmittelproduktion und Landschaftsentwicklung tragen.

 

Beim ökologischen Landbau bilden Tiere und die dazugehörigen Landwirtschaftlichen Flächen eine Einheit im Sinne des Kreislaufgedankens. Das bedeutet, dass wir das was wir als Gemüse vom Feld entnehmen im Folgejahr als tierischen Dung/ Mist wieder zuführen um die Fruchtbarkeit und auch das Bodenleben zu erhalten. Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel sind im Öko-Landbau natürlich tabu!

 

Für die Mitglieder und für die Kinder gibt es die Möglichkeit das Hofleben und die Arbeit mit Pflanzen und Tieren kennen zu lernen, dadurch entsteht eine Transparenz für alle Beteiligten.

 

Häufig gestellte Fragen

 

Welche Ziele verfolgt Ihr mit der Solidarischen Landwirtschaft?

  • Die Versorgung der Mitglieder mit hochwertigen saisonalen Lebensmitteln aus eigenem Anbau
  • Den Erhalt unserer Artenvielfalt durch eine umweltverträgliche Landwirtschaft
  • Lernort Bauernhof
  • Faire Entlohnung für eine nachhaltige Art der Landwirtschaft.

Was ist ein Anteil?

  • Ein Anteil ist die Menge, die wir nach besten Wissen und fachlichen Kenntnissen mit dem finanziellen Beitrag eines Mitgliedes innerhalb unserer betrieblichen und klimatischen Bedingungen erzeugen können. Ein Anteil ist die Menge an Gemüse die für 2 erwachsene Personen und 1-2 Kleinkinder ausgerichtet ist "Ein Anteil reicht für zwei"

Wie viel kostet ein Anteil?

  • Für dieses Jahr kostet ein Anteil monatlich 110 Euro um die solidarische Deckung der Kosten zu gewährleisten. Der Anteil wird für ein Jahr festgesetzt.

Kann ich auch einen halben Anteil haben?

  • Ja, dabei belaufen sich die Kosten auf monatlich 55 Euro und auch hier wird ein Anteil für ein Jahr festgesetzt.

Welche Produkte und Mengen bekomme ich?

  • Bei uns auf dem Hof bauen wir Gemüse und Kräuter an, dazu gibt es Obst  (Apfel, Birne, Pflaumen, Mirabellen, Walnüsse) sowie Eier der Solawi- Hühner, Suppenhühner, Hähnchenfleisch und Schweinefleisch (Wurst). Die Menge vom Obst und Gemüse hängt auch mit den vegetativen Aspekten zusammen. Wir haben zwar die Möglichkeit der Bewässerung, dennoch können andere Kriterien die Ernte mindern z.B. Unwetter oder andere Naturkatastrophen.
  • ca. 50 verschiedene Gemüsesorten bauen wir an
  • 6 Eier pro Woche und ganzem Anteil (halber Anteil sind dann 3 Eier pro Woche)
  • 2 Hähnchen im Jahr und ganzem Anteil (halber Anteil 1 Hähnchen)
  • sowie 40 Bratwürste oder Mettenden und ca. 2 x 2 kg Hackfleisch vom Schwein (halber Anteil 20 Würste      und 2 x 1 kg Hackfleisch im Jahr)
  • Äpfel, Birnen, Pflaumen, Mirabellen, Walnüsse je nach Saison

Bei dem Prinzip der solidarischen Landwirtschaft muss man sich von den Zwängen der einzelnen Preise freimachen da es keinen einzelnen Preis z.B. für einen Blumenkohl gibt, sondern das Ganze gesehen wird.

Wie lange gilt die Mitgliedschaft?

  • Da wir die "Solawi" langfristig anlegen möchten, muss die Produktion das ganze Jahr über durchlaufen denn unsere Tiere und Pflanzen machen keinen Urlaub, sprich auch die Kosten für die Produktion. Die Mitglieder legen sich also für mindestens ein Solawi-Wirtschaftsjahr fest, dass vom 01. März eines Jahres bis zum 28./29. Februar des Folgejahres dauert.

Muss ich mitarbeiten?

  • Nein, verpflichtend ist das nicht!! Wer gerne mithelfen möchte, kann sich gerne bei uns melden und zwischenzeitlich wird es bei bestimmten Aufgaben die Gelegenheit geben, freiwillig mitzuhelfen!

Wann bekommen wir unser Gemüse, Obst, Eier?

  • Es gibt den Abholtag, der jeden Freitag von 15 bis 18 Uhr bei uns auf dem Hof ist.
  • In Kisten sind die frisch geernteten Gemüse und Obstsachen ausgestellt und können dann nach Anteil zusammengestellt werden. Jeder bringt bitte seine eigenen Körbe oder Kisten mit um Verpackungsmüll zu vermeiden.
  • Sollten Sie am Freitag verhindert sein um die Produkte abzuholen, kein Problem, wir stellen die Sachen in einen freizugäglichen Raum zur Abholung bereit.
  • In der Urlaubszeit können Sie gerne Freunde, Verwandte oder Bekannte zum Abholen schicken da die Tiere und Pflanzen keinen Urlaub machen und uns auch in der Urlaubszeit reichlich mit allem versorgen.

 

 

Sollten Fragen sein, rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns einfach.

 

 

Die ersten Monate der "Solawi"

Die ersten Monate der Solawi sind um.  Im März sind wir mit  „Eier und Kartoffeln“ gestartet. Jetzt im Juni sieht die Welt schon ganz anders aus. Im Korb befindet sich mittlerweile eine bunte Mischung aus „Eier, Katoffeln, Kopfsalat, Eisbergsalat, Portulak, Feldsalat, Radieschen, Stielmus, Rucola, Mairübe, Spinat, Kohlrabi, Rettich, Petersilie, Kresse, Mangold sowie die ersten Möhren (zum Probieren ). Die Vielfallt variiert immer etwas, denn es kommt drauf an was gerade geerntet werden kann.

 

Es gibt von den "Solawisten" sehr leckere Rezepte die ausgelegt oder per Mail verteilt werden, Danke dafür!

 

Die Zeit ist so schnell verflogen, dass wir jetzt schon im November angekommen sind. In den Sommermonaten kam es immer mal vor, dass das ein oder andere auch mal eingemacht werden musste um die Fülle zu verarbeiten. Aber gerade das ist ja auch dass spanende, mal selber wieder einmachen für die Zeit wo es keine Hülle und Fülle an Bohnen, Mangold, Mirabellen, Peperoni, Brokkoli…..gibt.

 

Wie sagte ein Mitglied so schön:“ früher bin ich in den Einkaufsladen und habe das gekauft was mir gerade ins Auge gesprungen ist, heute schaue ich was ich zuhause habe und achte dadurch unbewusst viel mehr auf meine Ernährung“.  

 

 

Eine sehr schön Aktivität fand ich die Aktion „Sauerkraut“: Die Mitglieder, die Lust und Zeit hatten, haben sich an die Arbeit gemacht um aus Weißkohl Sauerkraut herzustellen. Hierzu mussten die Kohlköpfe erstmal geerntet werden. Die Zweite Truppe kümmerte sich dann um das putzen und waschen des Weißkohls und die dritte Gruppe um das reiben des Kohles, was in alter Sitte und Tradition, mit großen Kohlraspeln von statten ging. Es wurde viel gelacht, gescherzt, und auch das ein oder andere Pflaster verteilt. Zwischen Kuchen und Kaffee wurde wie wild abgewogen und gewürzt damit die 135 kg Kohl auch später gut schmecken. Im  Anschluss wurde das Kraut nochmal kräftig mit dem Stock bearbeitet um es haltbar zu machen.  Mittlerweile konnten wir das erste eigene Sauerkraut an alle Mitglieder verteilen und siehe da, es scheint allen geschmeckt zu haben. Selbst gemacht ist doch einfach unschlagbar!

 

 

Unser Fazit bis jetzt: wir sind Stolz ein Teil der Gemeinschaft zu sein!